Glymur

Ich verlasse nun die Road 47, um durch eine Wanderung in den Nahbereich des Glymur zu gelangen. Der Glymur ist ein 196 Meter hoher Wasserfall und galt bis 2011 als der höchste Fall Islands. Er wurde vom 227 Meter hohen Morsárfoss am Morsárjökull-Gletscher auf Platz 2 gedrängt.

Bereits auf der Anfahrt zum Wanderparkplatz ergeben sich einige Fotomotive:

Am Parkplatz angekommen durchschreitet man ein Eisentor, an dem ein hängender Wanderschuh vermutlich viel Glück und Erfolg während der Tour wünschen soll.

Am Fluss Botnsá angelangt, erkennt man weit im Hintergrund die tiefe Schlucht, in der sich der Glymur versteckt. Um zum Flussufer des Botnsá zu gelangen, den ich gleich überqueren werden, muss man spektakulär abwärts durch ein kleines Felsenlabyrinth und durch kurze Lavahöhlen absteigen.

Sollen diese beiden Socken die nächste Aktion ankündigen? Und tatsächlich ist es bei der nun folgenden Überquerung des Botnsá-Flusses ratsam, seine Schuhe und Socken auszuziehen. Ein von Ufer zu Ufer gespanntes Drahtseit und ein quer liegender Baumstamm sind die einzigen Hilfsmittel, um den Fluss zu überqueren. Nasse Schuhe wären vorprogrammiert.

Nach der geglückten Flussüberquerung geht es jetzt auf der anderen Uferseite mehr oder weniger steil am Schluchtenrand aufwärts. Teilweise helfen Drahtseilgeländer bei einigen steilen Kraxelpassagen.

Ab einer gewissen Höhe hat man die Möglichkeit, über den Schluchtenrand zum Hvalfjörður zu blicken.

Es geht weiter aufwärts. Erste Blicke auf den Glymur sind möglich.

Ich hatte nicht vor, heute bis zur Fallkante zu wandern. Diesen vollständigen Trip behalte ich mir für zukünftige Island-Reisen vor. Ein Blick auf den Glymur reicht mir zunächst. Ich kehre zum Parkplatz um.

Hier sind die Fotos entstanden:

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