Planung und Vorbereitung

Die Planung

Im Dezember 2015 war es soweit: ich plante meinen ersten Island-Trip und stellte mir selbst eine 12-Tages-Reise zu der Insel aus Feuer und Eis zusammen. Abzüglich des An- und Abreisetages blieben mir 10 ganze Tage vor Ort, die ich mit Aktivitäten, Fototouren und Erkundungsmärschen füllen konnte. Ende Juni / Anfang August sollte die Tour stattfinden. Mit welchen Vorhaben und Tourenabschnitten ich die langen Tageslichttage ausgefüllt habe, zeige euch nachfolgend im Abschnitt "Vorbereitung & Planung".

Der Flug

Meinen Flug fand ich über Google-Flights; einer Flugverbindungssuchfunktion des US-Suchmaschinen-Giganten Google. Laut Planung hebe Ende Juli 2016 in Hamburg mit einer Air Berlin-Maschine ab und lande kurz vor Mitternacht in Keflavík.

Das Foto oben rechts zeigt bereits eine Momentaufnahme vom Hinflug, als die augenscheinlich nicht untergehende Sonne mit ihrem grellroten Licht die Flugzeugkabine erhellte. Irgendwie spannend.

Die Unterkünfte

Etwas schwieriger gestaltete sich die Suche nach geeigneten Unterkünften. Hierbei holte ich mir die Unterstützung von booking.com und Airbnb, einem Vermittlungsportal für private Unterkünfte. Die Auswahl geeigneter Schlafplätze war nicht ganz so einfach und der aufwändigste Bereich in der Planungsphase. Die Unterkünfte mussten schließlich einige Grundvoraussetzungen erfüllen: sie mussten sich grob auf meiner angedachten Tour befinden, sollten innerhalb eines Tagesabschnittes gut erreichbar sein, natürlich sauber und trocken sollten sie sein und aufgrund meiner Fotoausrüstung über ausreichend Stromanschlüsse verfügen. Zelte und Mehrbett-Zimmer (Hostels) kamen daher nicht in Frage. Das Gemeinschaftsbäder und -toiletten auf Island trotz der erhöhten Preise üblich sind, wusste ich ja durch andere Reiseberichte, so dass ich mich auch auf Privatzimmer ohne eigenes Bad in Gästehäusern einließ.

Meine Wahl fiel schließlich auf nachfolgende Unterkünfte:

in Reykjavík

Nach meiner Planung übernachte ich die ersten beiden Nächte in Reykjavík, Islands Hauptstadt.

Ich buchte mich über Booking.com im Star Guesthouse ein und bekam im Kellergeschoss ein kleines Zimmer, das mit einem Bett und einem Schrank ausgestattet war.

Mehr brauchte ich auch nicht; ich war ja schließlich von morgens bis abends unterwegs. Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsbad waren vorhanden, wie so oft üblich auf Island. WLAN hatte ich auch. Alles gut; und ich konnte zu vorgerückter Zeit einchecken. Mein Gastgeber hatte nichts dagegen, dass ich erst mitten in der Nacht auftauchte. Ein Spätflug eben.

in Höfn

Dann ziehe ich entgegen des Uhrzeigersinns um die Insel herum, bis nach Höfn an der Ostküste. Ich nutzte das erste Mal Airbnb; und es hat geklappt. Der Schlüssel zum Zimmer steckte, so die Ankündigung meines Gastgebers. Ich konnte also frei anreisen. Diesen Vorzug nutzte ich auch voll aus, wie meine Fotos zeigen. Sonnenuntergang und Dämmerung genießen ohne einen Zeitdruck durch Eincheck-Vorgaben. Prima.

in Fáskrúðsfjörður

Nach drei Übernachtungen geht es in die Nordostfjorde nach Fáskrúðsfjörður. Hier blieb ich für 1 Nacht. Ein Zimmer im Hotel Bjarg diente als nächtliche Erholstation; mitten in den Ostfjorden. Vom Zimmer aus hatte man sogar einen Blick auf die Fjordlandschaft. Serviceleistung des Hotels nahm ich nicht in Anspruch, da ich mich bereits früh wieder zur nächsten Etappe aufmachte.

in Akureyri

Im Norden kam ich für 2 Nächte in Akureyri unter, bevor es dann von dort Nonstop wieder nach Reykjavik ging, wo ich bis zum Abflug nach Hamburg 2 mal übernachte. So der Plan. Auf Akureyri hatte ich mich als Unterkunft am meisten gefreut; mein Apartment lag inmitten der gemütlichen Kleinstadt im Norden.

Das Fahrzeug

Für meine Touren mietete ich mir einen geländegängigen 4x4 Allrad-Jimny von Sukuki an. Die Autovermietgesellschaft "Rent-a-wreck" war mir vom Online-Portal "www.islandtoguide.is" empfohlen worden; die Namensgebung "Miete ein Wrack" ist hoffentlich nicht wörtlich zu nehmen.

Planungshilfe

Als Planungshilfe nutzte ich das Travelload-Portal, in dem man seine Reise- und Übernachtungsdaten eingeben kann. Hier plante ich auch meine Tagesaktivitäten, die im Detail unter aufgeführt sind.

Daraus ergab sich ein Tagesdatenblatt als durchstrukturierte Planungsgrundlage mit den einzelnen Stationen, Aufenthaltszeiten und Fahrzeiten sowie den Sonnenaufgangs- und -untergangsdaten als zeitliche Orientierungshilfe.

Reiseführer:

Für meine Planung und der Auswahl bestimmter Sehenswürdigkeiten (bei mir hauptsächlich Natur und Landschaft) habe ich nachfolgend aufgeführte Literatur benutzt.

Foto-Apps:

Da es sich im Grunde genommen um eine spezielle Fotoreise handelt, dürfen natürlich auch nützliche Foto-Apps für Smartphones oder Tablets nicht fehlen. Da ich Android-Anwender bin, kann ich auch leider nur Apps zu diesem Betriebssystem vorstellen, die ich selbst nutze und für gut befunden habe:

Sun Surveyor sagt die Positionen von Sonne & Mond (Azimut, Höhe, Zeiten) vorher, mit Modulen für Kartenansicht, Kameraansicht (Augmented Reality) und Details (Ephemeris). Sun Surveyor hilft dabei, Standorte für Film und Fotografie zu finden. Bereiten Sie sich auf jeden Sonnenauf- und untergang vor!

Navigation:

Um mich auf der Insel zurecht zu finden und die Orte sowie Sehenswürdigkeiten zielgenau anzusteuern, bediene ich mich bekannter Navigationssoftware als Smartphone-Apps. Wichtig ist, dass die Apps auf Offline-Karten zurückgreifen können. Damit habe ich auch ohne Internetverbindung das Kartenmaterial zur Hand und kann auch in den entlegendsteen Ecken der Insel navigieren.

GoogleMaps ist natürlich der bekannteste Vertreter der Offline-Map-Anwendungen und hatte mir bereits bei der Reisevorbereitung gut geholfen.

Navigon benutze ich standardmäßig auch zu Hause. Auf der Ringstraße werde ich vermutlich auch diese Smartphone-App benutzen. Auf den abgelegenen Hochlandpisten ist diese Navi-App nicht so zuverlässig, da viele Pisten nicht als befahrbare Strecken verfügbar sind und nicht angezeigt werden. Die einzelnen Tagestouren lassen sich als Routen vorplanen und abspeichern.

Letzer Kandidat, der auch die Hochlandpisten im Kartenmaterial enthält, ist der Offline-Karten-Anbieter Here. Im Hochland werde ich voraussichtlich diese Navi-App benutzen.

Tracking-Apps:

Während einer Wandertour benutzte ich andere Outdoor-Apps, die detaillierter sind und jeden Pfad kennen müssen. Im Laufe der Jahre bin ich bei diesen Anwendungen für Android-Smartphones hängengeblieben, die mir in den meisten Fällen im unbekannten Gelände weitergeholfen haben:

zur Tagesübersicht "Roadtrip 2016" (alle Tage auf einen Blick):