Gullfoss-Wasserfall

Nur wenige Kilometer weiter nördlich auf der Road 35 treffe ich auf die nächste Attraktion innerhalb des "Golden Circle": dem Gullfoss. Der "Goldene Wasserfall" zählt zu den schönsten Wasserfällen Islands. Hier stürzt der Gletscherfluss Hvíta in zwei großen Kaskadenstufen insgesamt über 30 Meter tief in eine enge Schlucht. Es gibt zwei Parkplätze auf zwei Ebenen, wobei der untere Abstellplatz den großen Reisebussen vorbehalten bleiben sollte. Von beiden Parkebenen aus führen Wege in Richtung der Kaskadenfälle.

Zunächst einige Fotos von der oberen Ebene, wo ich mit meinem Geländewagen noch einen Stellplatz gefunden habe (der Besucherandrang ist hier nicht zu unterschätzen; die Parkplätze sind schnell belegt):

Über einen Treppensteig gelangt man von der oberen Ebene hinunter zu der tiefergelegenen. Auf der unteren Ebene angelangt sollte man seine Fotoausrüstung vor der allgegenwärtig vorhandenen Gischt schützen. Dazu hatte ich mir bereits in Deutschland Einweg-Duschhauben bestellt und in meinen Fotorucksack verstaut. Diese stülpe ich über den Kamerabody, so dass im günstigsten Fall nur die Linsenöffnung vom Objektiv herauschaut und freiliegt. Durch die transparente Duschhaube habe ich freie Sicht auf die Bedienknöpfe der Kamera und bohre mir nur noch ein kleines Loch in den Sucherbereich. Zweites wichtiges Utensil ist ein trockenes Mikrofasertuch, mit dem ich fortwährend die Linse trockenwische. Bewert hat sich folgende Vorgehensweise: Kamera schussfertig einstellen und dabei nach unten halten oder den Körper schützen in Windrichtung stellen - die Linse in dieser Stellung trockenwischen - jetzt schnell die Kamera hochreißen und in Ruhestellung vom gewünschten Wasserfallmotiv eine oder in Serienauslösefunktion mehrere Aufnahmen machen. Innerhalb einer Sekunde ist die Kamera nass und muss wieder trocken gewischt werden. Wenn man schnell war und im Auslösemoment die Kamera einigermaßen ruhig halten konnte, hat man eventuell eine Aufnahme geschafft, ohne dass die Linse von der Gischt benetzt worden ist.

Wichtig ist auch der Standort: es gibt erfahrungsgemäß Plätze auf dem Weg zwischen Parkplatz und Kaskaden, wo die Gischt nicht so stark ausgeprägt ist. Einfach von diesen ruhigeren Standorten aus eine Aufnahme probieren. Viel Glück.

Hier nun meine Aufnahmen von der unteren Ebene; und mit den zuvor aufgeführten Problemchen:

Ich greife jetzt mal vor, da ich die nachfolgenden Fotos erst spät am Nachmittag gemacht habe. Die bis jetzt gezeigten Fotos vom Gullfoss sind in den Vormittagsstunden entstanden. Danach setzte ich meine Reise auf der Hochlandpiste F35 in Richtung Nord fort (siehe nächster Abschnitt). Als ich am Nachmittag aus dem Hochland zurückkehrte und wieder am Gullfoss vorbeifuhr, musste ich nochmals stoppen und die aktuellen Lichtverhältnisse begutachten. Diesmal parkte ich mit meinem Mini-4x4 auf der unteren Parkebene zwischen den Reisebussen und den Super-Jeeps (sah schon irgendwie merkwürdig aus). Aber es war gut so; denn in den Nachmittagsstunden ist durch den veränderten Sonnenstand die Chance recht groß, einen Regenbogen als Motiverweiterung zu erleben. Außerdem leuchtet das Wasser in einer schönen türkis-blauen Färbung. Es entstanden nochmals wunderschöne Fotos:

Die Fotos sind hier entstanden:

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