Mosfellsdalur-Road 36

Bevor es am ersten Tag früh am Morgen losgeht (mein Wecker klingelte nach nur 3 Stunden Schlaf um 05.00 Uhr), war tanken angesagt. Der Tank meines Suzuki Jimny ist sowieso nicht besonders groß; also gewöhne ich mir zu Beginn meiner Reise an, jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen und oft zu tanken.

Spätestens wenn die Tankanzeige "halb-voll" (ja, man kann auch halb-leer sagen, was vielleicht sogar noch treffender wäre) anzeigt, suche ich eine Tankstelle auf. Angemerkt sei in diesem Zusammenhang, dass die meisten Tankstellen / Tanksäulen unbemannt sind und man mit Kreditkarte bezahlen muss (PIN nicht vergessen).

Nach dem Tanken beginnt endlich mein Island-Roadtrip-Abenteuer. Ich verlasse über die Ringstraße Reykjavík in nördlicher Richtung und biege hinter Mosfellsbær auf die Road 36 ab. Diesen Weg dürften auch die meisten Reisebusse abfahren, um mit den Touristen den bekannten "Golden Circle" abzugrasen. Auch ich werde die Stationen des Goldenen Kreises, zu denen nach meinem Verständnis insbesondere Þingvellir, der Strokkur-Geysir, der Gullfoss-Wsserfall, vielleicht der Kerið-Krater und schließlich einige Ziele auf Reykjanes gehören, ansteuern; allerdings in einer abgeänderten Reihenfolge und an verschiedenen Tagen.

Noch bevor ich den Küstenbereich verlasse, fällt mein Blick auf den schneebedeckten Vulkankrater des Snæfellsjökull. Diese bekannte Erhebung am Ende der Snæfellsnes-Halbinsel (Snæfellsnes peninsula) sehe ich mir am 10. Tag genauer an, wenn ich die Halbinsel intensiver bereise.

Kurz nachdem ich von der Ringstraße auf die 36 abbog, hatte ich die erste Begegnung mit Island-Pferden. Es sollte nicht die einzige bleiben. Wie ich es während meiner Reisevorbereitung schon oft gelesen hatte, stehen die Vierbeiner ordentlich ausgerichten vom Wind abgewandt, um sich vor den Witterungseinflüssen zu schützen. Aber ehrlich gesagt, so übel ist das Wetter hier gar nicht ...

Weiter entlang der Road 36 fahrend der erste längere Fotostop: Wolkenschleier werden über die Bergflanken gedrückt und bieten in der morgendlichen Lichtatmosphäre eine besondere Stimmung.

Die Ruhe und Einsamkeit gepaart mit den Lichtstimmungen tuen gut. Ich bin jetzt schon begeistert und fühle mich irgendwie großartig.

Die nächsten Fotos zeigen Eindrücke vom weiteren Streckenverlauf. Bergflanken, weite grasbewachsene Hänge, dazwischen Seen und Flüsse und zu meiner Überraschung: schneebedeckte Berggipfel am Horizont, die ich so früh in dieser Region noch nicht erwartet hatte. Mit diesen imposanten Eindrücken erreiche ich über die 365 und 37 schließlich meine erste richtige Zwischenstation, den Strokkur-Gesir.

Weitere Fotos:

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