Skógarfoss

Nachdem sich in Vorzeiten die Küstenlinie nach Süden verschoben hatte, blieb über Hunderte von Kilometern ein Steilabfall vom isländischen Hochland Richtung Meer übrig. An einer solchen Stelle ergießt sich der Skógarfoss über eine Breite von 25 Meter mehr als 60 Meter in die Tiefe.

Zu den Stoßzeiten ist es kaum möglich, das ganze Ausmaß des Wasserfalls fotografisch zu erfassen, ohne das andere Besucher mit auf den Fotos zu sehen sind. Zwei Möglichkeiten gibt es trotzdem, Aufnahmen ohne störende Besucher zu machen:

Aufnahmen aus weiter Entfernung: bevor man links in Richtung Skógar abbiegt, kann man von der Ringstraße aus den Skógarfoss erkennen. Ich suche mir einem Platz vor der Brücke. Hier breiten sich vor einer Felsbarriere ein Weiher und ein Wasserlauf aus. Insbesondere im Weiher spiegelt sich der Skógarfoss ansehnlich auf der Oberoberfläche.

Die zweite Möglichkeit, um den Wasserfall ohne störende Besucher aufzunehmen, sieht so aus: man sucht sich abseits des Parkplatzes eine Stelle in der Rasenfläche, in der kleine Hügel oder Erhebungen vorhanden sind. Vor diesen Erhebungen legt man sich mit der Kamera flach auf den Boden und nutzt die Hügel im Vordergrund als natürliche Sichtbarrieren, hinter denen die Personen einfach verschwinden.

Aber ganz ehrlich: so schlimm sind einzelne Personen im Vordergrund des Wasserfalls ja nun auch nicht. Solange es keine Massen an Besuchern sind, kann man Einzelpersonen auch geschickt als Größenvergleich einsetzen: ein kleiner Mensch vor der mächtigen Wasserwand; auch ein nettes Motiv.

... oder man verdeckt die Personen im Hintergrund, in dem man sich selbst in den Vordergrund stellt und von sich selbst ein Foto macht.

Manchmal sind die Besucher selbst, die den Skógarfoss als Hintergrundmotiv für ihre Fotos benutzten, auch interessant anzusehen. Insbesondere Frauen (bzw. Pärchen) aus dem Fernost-asiatischen Raum sieht man an bestimmten Stellen Islands öfters, um sich im Brautkleid vor einer Sehenswürdigkeit ablichten zu lassen; und der Skógarfoss gehört nunmal dazu.

Weiter oben im Hang posieren Models, um sich beim Shooting bildgewaltig in Szene zu setzen. Diesen Hang rechts am Wasserfall werde ich nun auch aufwärts erklimmen, um andere Aufnahmepositionen zu haben.

Auf halber Höhe finde ich einen Absatz. Zwischen den Felshängen habe ich einen freien Blick auf den Skógarfoss. Von diesem Blickwinkel aus dürfte man unter normalen Umständen ebenfalls keine Besucher im Bild haben.

... und schließlich scheint die Sonne durch die ansonsten geschlossene Wolkendecke und läßt einen Regenbogen entstehen.

Der Pfad am Hang führt weiter aufwärts; bis zu einer über den Anhang hervorstehenden Aussichtsplattform. Von hieraus hat man nicht nur einen Superblick auf die Fallkante, sondern auch auf die weitere Umgebung und dem Skógarzufluss.

Wenn man Zeit und Ausdauer hat, kann man von hieraus einem Pfad folgen, der in Richtung Norden entlang des Skógar-Wasserlaufs verläuft. Ich folge dem Weg nur einige hundert Meter weit bis zu den ersten Kaskaden.

Hier sind die Fotos entstanden:

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