Hengifoss

Im Hang oberhalb des Lagarfljor-Sees befindet sich ein Schluchtensystem mit mindstens zwei nennenswerten Wasserfällen: den Litlanesfoss und den Hengifoss. Dieses Schluchtensystem ist Ziel meiner nächsten Tour. Am Rand des Canyons steigt ein Pfad an, den ich zu Fuß besteigen werde. Ich starte am Parkplatz schräg gegenüber vom Brückenkopf zu Beginn der Road 933. Der ansteigende Weg ist ca. 2,5 Kilometer lang; es müssen etwa 250 Höhenmeter überwunden werden. Auf gehts:

Ich finde während des Aufstieges die gegensätzlichen Landschaftsformen so krass: grüne Gras- und Moosflächen treffen hart auf trockene und schroffe Felsenlandschaften. Später merke ich, dass der Sonnenstand für den Hengifoss ungünstig ist. Es ist nachmittags und der Hengifoss mit seinen Schluchtengrund liegt bereits im Schatten. Ein Besuch in den Vormittagsstunden wäre diesbezüglich sinnvoller. Dann schein die Sonne direkt auf den Wasserfall. Diese Anmerkung nur vorab, obwohl ich den Hengifoss noch gar nicht erreicht habe. Aber ich wollte den Sonnenstand jetzt schon ansprechen, da sich dadurch noch weitere Schattenspiele ergeben. Die tiefstehende Sonne wirft die Konturen der Landschaft und auch mein Abbild als Schatten in die Schlucht; und mein Schattenbild wandert natürlich immer mit mir mit. Manchmal nervend für die Fotos; andermal ein gelungener Akzent im Fotomotiv.

Zunächst treffe ich auf den schönen, von Basaltsäulen umgebenen Litlanesfoss. Oben links im Hintergrund ist bereits der Hengifoss erkennbar.

Über eine grün-bunte Wiesen- und Blumenlandschaft, die von Bachläufen durchzogen ist, geht es weiter am Schluchtenrand aufwärts:

Man blickt von oben auf den Lagarfljor-See und dessen Umgebung:

Von oben sehen selbst die landwirtschaftlich genutzten Flächen ansehnlich aus:

Wir blicken wieder vorwärts den Hang aufwärts. Schließlich sind noch einige Höhenmeter zu überwinden. Langeweile kommt aber nicht auf. Die Gegend ist geologisch höchst interessant (zumindest zur mich als Laie). Lava- und Felsformationen in verschiedensten Ausführungen, Gesteinsschichten in allen Rot-Braun-Tönen.

Wir nähern uns dem Ende der Schlucht (oder dem Anfang, je wie man es sehen will). Hier stürzt sich der Hengifoss 118 Meter in die Tiefe. Ansehnlich ist die Felswand, deren Schichten besondere Strukturen und Farbgebungen aufweisen. Wie bereits zu Beginn dieser Tour angedeutet, sind die Vormittagsstunden geeigneter für einen Aufstieg, da dann die Sonne in die Schlucht scheint und kein Schattenwurf wie jetzt zu erwarten ist. Ich habe bei meinen Fotos das Möglichste herausgeholt, um diesem Umstand entgegen zu wirken.

Ich nutze die Einsamkeit und Ruhe für einige Selfie-Versuche. Hmmm !? Na ja.

Lieber wieder Naturaufnahmen ohne mich ... ;)

Nach dieser höchst interessanten Tour geht es wieder zurück ins Tal, wo mein Auto für die Weiterfahrt wartet.

Die Fotos sind hier entstanden:

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