Hvítserkur

Ich durchfahre Blönduós und folge weiter der Ringstraße. Mein Ziel ist die Basaltsteinformation Hvitserkur, die an der Küstenlinie im Meer steht. Die Figur hatte ich von Deutschland bereits auf Fotos gesehen und hatte einen Besuch mit eingeplant. Ca. 35 Kilometer hinter Blönduós verlasse ich rechts die Ringstraße und folge der Road 717, die durch eine wunderschöne Küsten- und Sanderlandschaft führt. Über die Road 711 nähere ich mich schließlich dem Húnafjörður, an dessen Küstenstreifen die Basaltfigur steht. Zunächst Fotos entlang der Wegstrecke mit Blicke auf Hóp, Thingeyrar und Sigríðarstaðavatn.

Auf freier Strecke kommen mir Reiter mit reiterlosen Pferden im Schlepptau entgegen. Ich fahre zur Seite und halte an, um die Pferdekolonne an mir vorbei ziehen zu lassen.

Dann ist es endlich soweit. Mit einem geländegängigen Fahrzeug mit ausreichender Bodenfreiheit kann man die ca. 200 Meter abseits der Schotterpiste gelegene Parkfläche erreichen und von dort zu Fuß zur Küste zu gehen. Bereits von oben hat man einen Blick auf die eigentümliche Basaltformation.

Natürlich möchte man näher an die Formation heran. Der Abstieg an der Steilküste ist zwar nicht ganz so einfach, aber lohnt sich allemal. Erst vom Strand aus entfaltet die Felsformation ihre wahre Pracht. Bei Ebbe würde man noch näher an das Basaltmonster herankommen. Jeder kann hier selbst seine Phantasien freien Lauf lassen und bestimmte Figuren oder Tiere in dieser Formation erkennen. Die meisten, so wie ich auch, sehen im Hvitserkur einen trinkenden Dinosaurier. Einer isländischen Sage nach soll es sich bei dem Felsen um einen Troll handeln, der von der Sonne versteinert wurde, als er das Kloster Þingeyrar mit Steinen bewarf. Ich steige nun hinab zum Strand.

Hier sind die Fotos entstanden:

zurück zum vorherigen Abschnitt:

zum nächsten Abschnitt: