Europa-Amerika-Brücke

Dass durch Island die mittelatlantische Grabenbruchlinie verläuft, dürfte bekannt sein. Hier findet sichtbar und äußerst anschaulich die Kontinenaldrift statt; die nordamerikanische und eurasische Kontinenatplatte driften hier jährlich Zentimeter für Zentimenter auseinander. Der Vorgang, der normalerweise unter der Wasseroberfläche des Atlantiks abläuft, ist hier auf der Landmasse Islands besonders gut zu beobachten. Spalten, Risse und Gräben zeugen von der gewaltigen Kraft dieser Erdverschiebungen. An einigen Stellen, u. a. Thingvellir, sind die Vorgänge besonders in Szene gesetzt. Aber auch an dieser Stelle von Miðlína hat man diese Erdkräfte sinnbildhaft dargestellt, in dem man eine Brücke über eine Grabenbruchstelle gebaute. Symbolisch kann man hier von der europäischen Kontinentalplatte zur amerikanischen hinüberwandern. Aber nur symbolisch, da sich die eigentliche Bruchstelle über mehrere Kilometer Breite erstreckt.

Die Amerika-Europa-Brücke soll die letzte Station auf meinem 10-Tage-Roadtrip sein. Noch auf dem Parkplatz ziehe ich im Halbdunkel meine Wandersachen aus und schlüpfe in Jeans und Pullover. Der Koffer wird nochmal aufgeräumt und flugfertig gemacht. Über die Road 425 geht es in Richtung Flughafen, wo mein Flieger in Richtung Deutschland auf mich wartet. Einige Fotos mache ich auf dem Weg zum Flughafen trotzdem noch. Ich kann es einfach nicht lassen und will die Zeit auf Island bis zur letzten Minute auskosten.

Hier sind die Fotos entstanden:

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